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Hamburg - Samstag, den 4. Februar 2012 |
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Restaurant NAGEL Bodega - Bierstube
Öffnungszeiten: So-Do: 10 - 1 Uhr
Warme Küche: So-Do: 10 - 0 Uhr
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A.F.Nagel - Kneipe mit HerzZehnter Teil der Serie von Ernestine Stadler (Text) und Frank Taubenheim (Foto) über kleine Läden Mitten im Dreieck Hauptbahnhof, Schauspielhaus und Museum für Kunst und Gewerbe liegt A.F.Nagel - nicht nur eine Bierstube und Bodega, sondern auch ein Ereignis. Durch die großen Fenster strahlt die warme Stimmung in der Kneipe auf die belebte Kirchenallee. Die Wände sind hoch und in rotbrauner Farbe gestrichen, die mit jedem Jahr eine Nuance dunkler wird. Die Regale hinter dem Tresen ziehen sich bis an die Decke und sind mit allen erdenklichen Spirituosen gefüllt. Die Wände sind hoch und in rotbrauner Farbe gestrichen, die mit jedem Jahr eine Nuance dunkler wird. Die Regale hinter dem Tresen ziehen sich bis an die Decke und sind mit allen erdenklichen Spirituosen gefüllt.
Der Chef des Hauses, Peter Wörlein, ist Fleischermeister und immer vormittags in der Küche zugange. Das Essen ist deftig: Kasseler, Rippchen und in den Wintermonaten Grünkohl und Kochwurst. Die Nagel-Kundschaft ist so bunt wie das Leben selbst. Die Spitzenpolitikerin, der alte Seemann, auswärtige, mit dem Bus angereiste Museumsbesucher, sie genießen die Atmosphäre dieses urigen Lokals. Zu den Stammgästen zählen die Intendanz des Schauspielhauses, die Garde der Schauspieler und Theaterbesucher. Touristen aus Skandinavien wohnen gerne in den Hotels am Hauptbahnhof und kehren mit Vorliebe bei Nagel ein. Man sagt, dass Nagel in Oslo durchaus ein Begriff ist. Schon seit 1848 gibt es die Gaststätte. An der Kirchenallee kam A.F.Nagel erst im Jahr 1916. Vorher war das Lokal am Rödingsmarkt ansässig. Mitten im Lokal hängt ein Gemälde, das die seit Jahren hier tätigen Kellner zeigt: Harald, Franz, Lars und Sigi. Sigi ist vor einiger Zeit verstorben. Die Kellner sind ein Erlebnis. Im Ton rau und im Herzen sanft, machen sie ihren Dienst, und der ist wahrlich nicht immer einfach. Doch das Milieu rund um den Hauptbahnhof ist für sie kein Problem, vielmehr ein Teil des Lebens schlechthin. Sie haben Herz für die schwachen und ausgestoßenen Menschen und beweisen dies jeden Tag mit kleinen und großen Hilfeleistungen. Diese Einstellung wird honoriert, im Vietel ist die Bierstube ein respektiertes und geschätzes Terrain. Ein gutes Aushängeschild am Hauptbahnhof in Hamburg dem Tor zur Welt.
Erschienen in: Hamburger Abendblatt am 22.11.2000
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